Diese Führungen eignen sich für Schulklassen, Praktikanten aus dem In- und Ausland, interessierten Gruppen.
Guten Morgen an unserm speziellen Markt. im Namen des Vereins St.Galler Bauernmarkt heisse ich Sie herzlich willkommen.
Damals, d.h. vor 16 Jahren taten sich Konsumenten und Produzenten zusammen, um mehr regionale, saisonale Produkte zu erhalten. Die Konsumentinnen trafen sich zusammen mit Bäuerinnenvereinigungen, mit landwirtschaftlichen Schulen und so entstand erstmals 1989 im Waaghaus der „Markt der Bäuerinnen“, einmal jährlich im Herbst. Er wurde 1990 wiederholt und dann schien es, wie wenn es doch nicht zum Klappen käme mit einem ständigen Markt. Die Zeit war noch nicht reif.
Doch schon 1991 wurde das Kind St.Galler Bauernmarkt geboren,- noch relativ klein, eher schüchtern. Die Marktstände wurden uns vom Kantonalen Bauernverband zur Verfügung gestellt. Graue Dächer, eher düster, aber wir waren froh, ein Dach über dem Kopf zu haben. Es war ein Freitag, der 13. September. Kommen Kunden, kaufen sie, sind sie mit unserm Angebot einverstanden?
Sie kamen, immer zahlreicher, Frauen und auch Männer, Junge und Ältere. Unter www.bauernmarkt-sg.ch „Geschichte“ können Sie einen virtuellen Spaziergang zu allen Betrieben machen, können sehen, wo und wie produziert wird.
Auf unserem Markt werden Produkte aus biologischem und IP-Anbau (ÖLN) angeboten. Sie stammen alle aus bäuerlichem Betrieben aus unserer Region. Sie sind gut deklariert bezüglich Preis und Inhaltsstoffen. (Dies gilt für abgepackte Produkte). Wir haben guten Kontakt zur Marktpolizei und der Kantonalen Lebensmittelkontrolle. Dies gibt Gewähr, dass wir von der Bevölkerung ernst genommen werden.
Heute ist unser Markt, der neben dem bestehen Markt steht, aus der Altstadt nicht mehr wegzudenken. Er ist Begegnungsort geworden, ein Treffpunkt am Freitagmorgen, aber auch ein Werbeträger für unsere Landwirtschaft.
Unser Markt ist aber nicht nur für die Bäuerinnen und Bauern „ein Geschäft“. Selbstverständlich ist der wöchentliche Markt ein Standbein für diese Betriebe geworden. Unsere Nachbarn der umliegenden Geschäfte, die Metzgerei, der Fischhändler, die Bank freuen sich, wenn im Frühling der Bauernmarkt wieder jeden Freitagmorgen viel Publikum in die Stadt lockt.
Woher kommen die Produzenten? Je nach Höhenlage sind es reine Milchwirtschaftsbetriebe, weiter unten sind es Obst- und Gemüsekulturen, die einen Grossteil des Sortiments ausmachen, aber auch kleinere Artikel wie Confiture, Brote, Backwaren, Milchprodukte. Beliebt sind unsere Blumensträusse, Blumenkränze, Gestecke.
Ein grosses Anliegen ist es uns, dass unsre Jugend wieder lernt, dass z.B. die Milch nicht einfach vom Grossverteiler kommt, sondern dass es rund um die Stadt noch Bauern hat, die diese Milch produzieren.
Wir sind immer wieder erstaunt, dass Schüler, die in einer Stadt mit ca. 60 Bauernhöfen wohnen, sich begeistern lassen von Streicheltieren, von einem Schaffell oder ähnlichem. Dafür bieten wir für die Schulklassen spezielle Führungen an. Ein sogenanntes Lehrerköfferli dient den Lehrkräften zur Vorbereitung. Es enthält eigentlich alles, was man über landwirtschaftliche Betriebe mit ihren Produkten, Tieren wissen muss. Dazu Videos, Tonbänder.
Zusätzlich für alle gibt es jeden Monat mindestens einen Informationsstand, wo degustiert werden kann, oder ein landw. Produkt näher vorgestellt wird. Die Beteiligung der Bevölkerung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es ist eine Art Bewegung entstanden,- das Miteinander von Anbietern und Besuchern. Slow food nach St.Galler Art.
Stellen Sie bitte spontan Fragen. Sie haben im Anschluss an den Rundgang Gelegenheit, selber nochmals über den Markt zu gehen, auch direkt mit den Bäuerinnen und Bauern zu sprechen.
Ich freue mich, wenn Sie einen kleinen Eindruck von unsern Bauern und Bäuerinnen aus der Umgebung von St.Gallen erhalten.
Für Führungen zuständig sind:
| Marlies Germann, Agenstrasse 7, 9312 Häggenschwil, Tel. 071 298 56 70 |
| und |
| Vreni Würth, Agen, 9312 Häggenschwil, Tel. 071 298 52 15 |
